Am 17. November wurde die dezentralisierte Börse (DEX) dYdX gezwungen, auf ihren Versicherungsfonds zuzugreifen, um $9 Millionen an Nutzerliquidationen auszugleichen. Antonio Juliano, der Gründer von dYdX, führte diese Verluste auf einen gezielten Angriff gegen dYdX zurück. Gemäß den Updates, die vom dYdX-Team auf X (ehemals Twitter) geteilt wurden, wurde der Versicherungsfonds v3 genutzt, um ‚die Lücken in den Liquidationsprozessen im YFI-Markt zu decken.‘
Der plötzliche Absturz der YFI-Token
Der Yearn.Finance (YFI)-Token, der in den Wochen zuvor einen Anstieg von über 170% verzeichnete, verzeichnete am 17. November einen drastischen Rückgang von 43%. Dieser plötzliche Preisverfall löste in der Kryptogemeinschaft Ängste vor einem möglichen Exit-Scam aus. Der vermeintliche Angriff richtete sich hauptsächlich gegen Long-Positionen in YFI-Token an der Börse und führte zur Liquidation von Positionen in Höhe von fast $38 Millionen.
Juliano ist der Meinung, dass die Handelsverluste, die dYdX beeinflussten, sowie der starke Rückgang von YFI das Ergebnis von Marktmanipulation waren. Er erklärte: ‚Es handelte sich ganz offensichtlich um einen gezielten Angriff gegen dYdX, einschließlich der Marktmanipulation des gesamten $YFI-Marktes. Wir führen eine Untersuchung in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern durch und werden transparent mit unseren Ergebnissen sein.‘
Die Folgen des Angriffs
Trotz des Vorfalls versicherte Juliano, dass der Versicherungsfonds v3 immer noch $13,5 Millionen hat und die Gelder der Benutzer nicht betroffen waren. Er sagte: ‚Auch wenn keine Benutzerfonds betroffen waren, werden wir eine umfassende Überprüfung unserer Risikoparameter durchführen und erforderliche Änderungen sowohl an v3 als auch gegebenenfalls an der dYdX-Chain-Software vornehmen.‘
Der erfolgreiche Handel löschte über $300 Millionen an Marktkapitalisierung aus dem YFI-Token, was die Gemeinschaft darüber spekulieren ließ, ob es sich um einen möglichen Insider-Job im YFI-Markt handelte. Einige Benutzer behaupteten, dass 50% des YFI-Token-Bestands in 10 Wallets gehalten wurden, die von Entwicklern kontrolliert wurden. Daten von Etherscan deuten jedoch darauf hin, dass einige dieser Inhaber Kryptobörsen-Wallets sind.
Der weitere Weg für dYdX
Während sich der Staub legt, konzentriert sich das dYdX-Team darauf, seine Verteidigung wieder aufzubauen und zu stärken. Der Vorfall hat als eindringliche Erinnerung an die Risiken im Kryptomarkt gedient und die Bedeutung robuster Sicherheitsmaßnahmen verdeutlicht. Für Benutzer, die die sich entwickelnde Situation genau im Auge behalten möchten, können Tools wie cryptoview.io Echtzeit-Updates und Einblicke in den Kryptomarkt bieten.
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Cointelegraph hat dYdX und das Team von Yearn.Finance um einen Kommentar gebeten und wartet auf eine Antwort.
