Ein US-Richter hat kürzlich Celsius, einen insolventen Kryptowährungslender, erlaubt, seine Altcoins in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) umzuwandeln, um finanzielle Erleichterung für das Unternehmen zu schaffen.
Details zur Richterentscheidung
Laut einem neuen Gerichtsdokument hat Richter Martin Glenn aus dem südlichen Bezirk von New York festgelegt, dass das in Schwierigkeiten geratene Kryptowährungsunternehmen ab dem 1. Juli das Recht haben wird, alle nicht-BTC- und nicht-ETH-Kryptowährungen in diese beiden digitalen Vermögenswerte mit hoher Marktkapitalisierung umzuwandeln. „Die Schuldner können in Absprache mit den Beratern des Ausschusses alle nicht-BTC- und nicht-ETH-Kryptowährungen, kryptografische Token oder andere kryptografische Vermögenswerte, außer den mit den Sperr- oder Treuhandkonten verbundenen Token (zusammen als ‚Altcoins‘ bezeichnet), ab dem 1. Juli 2023 in BTC oder ETH umwandeln oder verkaufen, und zwar bis zum wirksamen Datum des Plans.“
Celsius muss auch „kommerziell vernünftige“ Methoden verwenden, um den Wert der Altcoins zu maximieren, die sie in BTC oder ETH umwandeln möchten. Darüber hinaus muss das Unternehmen einen monatlichen Bericht über die Menge der in Bitcoin und Ethereum umgewandelten Altcoins vorlegen.
Hintergrund der Celsius-Insolvenz
Celsius meldete ursprünglich im Juli 2022 Insolvenz an, nachdem sein nativer Vermögenswert um mehr als 99% gefallen war und es nicht in der Lage war, Kundenabhebungsanfragen zu erfüllen. Kurz darauf wurde das Unternehmen mit einer Sammelklage konfrontiert, in der behauptet wurde, dass es als „echtes“ Ponzi-Schema betrieben wurde, und in der mehrere seiner Führungskräfte, darunter Alex Mashinsky, der damalige CEO des Unternehmens, als Urheber dieses Betrugs genannt wurden.
Anfang 2023 verklagte Letitia James, die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York, Mashinsky wegen angeblich irreführender Aussagen gegenüber Investoren und weil er sich nicht ordnungsgemäß gemäß dem Landesgesetz registriert hatte. Laut James gab der ehemalige CEO den Investoren zu verstehen, dass er nur in renommierte Unternehmen mit geringem Risiko investieren würde. Tatsächlich lieh er jedoch regelmäßig Vermögenswerte an hochriskante Gegenparteien aus.
Mashinskys Reaktion auf die Vorwürfe
Im Mai antwortete Mashinsky und behauptete, dass James‘ Vorwürfe auf Fehlinformationen beruhten. Bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Nachrichten aus der Kryptowelt auf cryptoview.io.
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