Inmitten der aktuellen turbulenten Umgebung der Kryptobranche stellt sich eine wichtige Frage: Ist die Klage gegen LBRY, ein auf der Blockchain basierendes Zahlungsnetzwerk für den Austausch von Dateien, ein Zeichen von Ungerechtigkeit? Diese Frage wurde von Stuart Alderoty, dem Chefjustiziar von Ripple, aufgeworfen, der die Kommissarin der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Hester Peirce, dazu auffordert, ihre Stimme gegen den wahrgenommenen aggressiven Standpunkt der Aufsichtsbehörde gegenüber dem Kryptosektor zu erheben.
Vorgehen der SEC gegenüber der Kryptobranche
Die Klage der SEC gegen LBRY wurde 2021 eingereicht und wirft dem Unternehmen vor, Kryptowerte als nicht registrierte Wertpapiere verkauft zu haben. Der Fall hat eine Debatte über das Vorgehen der SEC gegenüber der Kryptobranche ausgelöst, wobei einige Interessengruppen argumentieren, dass es unnötigerweise feindselig sei.
Peirce veröffentlichte letzte Woche eine abweichende Erklärung zu der Klage. Sie stellte die Entscheidung der SEC in Frage, LBRY ins Visier zu nehmen, ein Unternehmen, das ihrer Meinung nach keinen erkennbaren Schaden verursacht zu haben schien. Die Erklärung löste weitere Diskussionen aus und führte dazu, dass Alderoty die Frage aufwarf, ob es an der Zeit sei, dass die Kommissarin eine amicus curiae-Schriftsatz in Verteidigung von LBRY oder ähnlichen Fällen einreiche.
Aufruf zu stärkerem Handeln
Alderoty schlug in seiner Antwort auf Peirces Erklärung vor, dass es vielleicht an der Zeit sei, die gewöhnlichen Protokollregeln zu verlassen und lauter und früher gegen solche wahrgenommenen Ungerechtigkeiten Stellung zu beziehen. Er brachte die Idee ein, einen amicus curiae-Schriftsatz einzureichen, ein Vorschlag, dem auch John Deaton, ein pro-XRP-Anwalt, der 75.000 XRP-Inhaber in der Klage der SEC gegen Ripple vertrat, zustimmte.
Deaton äußerte, dass zwar offene Kritikschreiben und abweichende Meinungen geschätzt würden, es aber vielleicht an der Zeit sei, einen proaktiveren Schritt zu unternehmen und einen amicus curiae-Schriftsatz einzureichen. Er argumentierte, dass es an der Zeit sei, dass jemand aus dem System vor Gericht Stellung beziehe, so wie es 75.000 einzelne Inhaber getan haben, um ihre Stimme hörbar zu machen.
Unverhältnismäßige Abhilfemaßnahmen?
In ihrer abweichenden Erklärung kritisierte Peirce auch das harte Vorgehen der SEC in der LBRY-Klage. Sie wies darauf hin, dass die von der Kommission geforderten Abhilfemaßnahmen, einschließlich einer finanziellen Abhilfe in Höhe von 44 Millionen Dollar, völlig unverhältnismäßig zu jedem verursachten Schaden seien. Das Angebot von LBRY, alle Tokens in ihrem Besitz zu vernichten, wurde von der Kommission als unzureichende Zusicherung abgelehnt, dass LBRY die Registrierungsvorschriften in Zukunft nicht verletzen würde.
Während die Debatte weitergeht, wird deutlich, dass die Klage gegen LBRY ein Anlass ist, den SEC-Ansatz gegenüber der Kryptobranche zu überprüfen und der SEC-Kommissar zum Handeln aufgefordert wird. Während wir weitere Entwicklungen abwarten, ist es wichtig, über die neuesten Nachrichten und Trends in der Kryptowelt informiert zu bleiben. Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, Anwendungen wie cryptoview.io zu nutzen, die wertvolle Einblicke und Updates zum Kryptowährungsmarkt bieten.
