Kürzlich hat Fitch Ratings, eine weltweit tätige Kreditratingagentur, das langfristige Fremdwährungs-Emittenten-Rating (IDR) der Vereinigten Staaten von ‚AAA‘ auf ‚AA+‘ herabgestuft. Diese Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit wurde durch Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Gesundheit des Landes und der Governance-Standards ausgelöst, darunter ein prognostizierter fiskaler Rückgang in den nächsten drei Jahren, eine zunehmende allgemeine Regierungsschuldenlast und ein Rückgang der Governance-Standards. Fitch warnte auch vor einer möglichen milden Rezession in der US-Wirtschaft Ende 2023 und Anfang 2024 aufgrund verschärfter Kreditbedingungen und einer Schwächung der Unternehmensinvestitionen.
Uneinigkeit mit Fitch’s Bewertung
Allerdings wurde Fitch’s Bewertung nicht allgemein akzeptiert. Einer der Kritiker ist Chamath Palihapitiya, ein milliardenschwerer Risikokapitalgeber, der in Sri Lanka geboren wurde und nun die kanadische und die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. In der neuesten Folge des „All-In Podcasts“ gab Palihapitiya seine Perspektive auf die Herabstufung ab. Er argumentierte, dass Fitch’s Herabstufung bedeutungslos sei und wies darauf hin, dass S&P Global Ratings die US-Kreditwürdigkeit bereits vor 13 Jahren herabgestuft habe. Dies lasse vermuten, dass Fitch entweder spät mit seiner Bewertung sei oder lediglich aus Sorge reagiere. Er stellte zudem die Bedeutung von Fitch als Kreditratingagentur in Frage und deutete an, dass deren Entscheidung nicht so viel Gewicht haben könnte, wie manche denken.
Das Konzept des Relativismus
Palihapitiya’s Hauptargument dreht sich jedoch um das Konzept des Relativismus. Er behauptet, dass viele die relative Natur dieser wirtschaftlichen Diskussionen missverstehen und sie als absolute Wahrheiten behandeln. Er wies darauf hin, dass Japans Schuldenquote zum BIP bei 270% liegt und steigt, was deutlich höher ist als die der USA. Dies lasse die fiskalische Situation der USA im Vergleich wesentlich besser erscheinen.
Die USA als dominierende Wirtschaftsmacht
Darüber hinaus betonte Palihapitiya die Position der USA als die wichtigste Wirtschaftskraft weltweit. Er argumentierte, dass andere Länder monetär stärker mit Problemen zu kämpfen hätten als die USA. Er erwartet, dass dieser Trend anhalten wird und die USA ihre wirtschaftliche Dominanz beibehalten werden. In Bezug auf die Devisenreserven der Zentralbanken stellte er die Frage, welche realistischen Alternativen Zentralbanken hätten, wenn sie sich vom US-Dollar abwenden würden. Er schlug vor, dass es möglicherweise keine praktikablen Strategien wären, auf den Euro oder den Yuan zu setzen (den er als einen Ersatz für den US-Dollar ansieht).
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