Sind US-Banken auch bei scheinbar positiven wirtschaftlichen Indikatoren in unruhigem Fahrwasser unterwegs? Diese Frage geht auf den Kern der Erzählung über die Abhängigkeit der US-Banken von staatlicher Finanzierung ein, die scheinbar im Widerspruch zu den robusten Aktienkursen und den positiven Q2-Einnahmen dieser Finanzinstitute steht.
Die versteckte Stütze staatlicher Unterstützung
Hinter der gesunden Oberfläche des US-amerikanischen Bankensektors verbirgt sich eine kritische Lebensader – die Federal Home Loan Banks (FHLBs). Mit 11 staatlich geförderten regionalen Kreditgebern sind die FHLBs nicht zu unterschätzen. Ihre Bedeutung ist so groß, dass im Falle ihres Scheiterns eine von Washington unterstützte Rettung fast garantiert ist.
Laut den Daten des FHLB Office of Finance hatten US-Banken und Kreditgenossenschaften Ende Juni dank dieser Kreditgeber 880 Mrd. US-Dollar an ausstehenden Krediten. Verglichen mit den Rekord-Borrowings von 1 Billion US-Dollar am Ende des ersten Quartals scheint dies ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Doch bevor wir erleichtert aufatmen, ist es wichtig zu beachten, dass diese Zahl im Vergleich zum Ende des Jahres 2021 eine Steigerung von mehr als 150 % darstellt.
Eine umstrittene Lebensader
Trotz ihrer entscheidenden Rolle ist das FHLB-Netzwerk nicht immun gegen Kritik. Die Kritiker des Netzwerks argumentieren, dass es aufgrund seiner staatlichen Unterstützung riskantes Verhalten fördert. Diese Kritik hat sich nach dem Zusammenbruch von Silicon Valley Bank und Signature Bank, die beide Kreditnehmer des Netzwerks waren, noch verstärkt.
Andererseits haben es einige Banken geschafft, ihre Abhängigkeit von den FHLBs zu verringern und dies als Beweis für ihre finanzielle Stärke dargestellt. Western Alliance und Citizens Financial sind zwei solche Beispiele, die ihre FHLB-Borrowings erheblich reduziert haben.
Das Kreditprogramm der Federal Reserve
Eine weitere bedeutende Unterstützung für US-Banken ist das Kreditprogramm der Federal Reserve, das Banken den Austausch von erstklassigen langfristigen Wertpapieren gegen 12-monatige Bargeldkredite ermöglicht. Die Nutzung dieser Einrichtung hat stetig zugenommen und erreichte mit einem insgesamt geliehenen Betrag von 105 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord.
Die fortgesetzte Abhängigkeit von diesen Finanzhilfen und der scheinbar gesündere Zustand der Bankenbranche stellen eine rätselhafte Dichotomie dar. Zum Beispiel hat Comerica mit 13,5 Mrd. US-Dollar an FHLB-Vorschüssen Ende Q2 das Dreifache des Durchschnitts seiner Konkurrenten. Dennoch hat sich der Aktienkurs um 65 % von seinem Tiefstand Anfang Mai erholt, eine Anomalie, die die Komplexität des Problems verdeutlicht.
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Wenn wir die Abhängigkeit der US-Banken von staatlicher Finanzierung weiter beobachten, wird deutlich, dass die Indikatoren auf der Oberfläche kein vollständiges Bild zeichnen. Die versteckten Abhängigkeiten und die Komplexität, die sie mit sich bringen, unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung und informierten Entscheidungsfindung in der Finanzwelt.
