Richtet die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) ihren Blick von Kryptowährungen auf das Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI)? Gary Gensler, der Vorsitzende der SEC, hat kürzlich Aussagen gemacht, in denen er seine tiefen Bedenken über die Auswirkungen der KI-Technologie auf die Finanzmärkte zum Ausdruck bringt. Dies wirft die Frage auf, ob die Regulierung von KI das nächste Betätigungsfeld für die SEC ist.
Verlagerung des Fokus auf KI
Unter Genslers Führung scheint sich die SEC von der volatilen Welt der Kryptowährungen auf KI zu konzentrieren, eine Technologie, die er als „den Hype rechtfertigend“ beschreibt. Nachdem er zuvor mit Problemen von Betrug und Scams in der Kryptoindustrie zu kämpfen hatte, identifiziert Gensler KI nun als eine mächtige Transformationskraft für unsere Generation. Er warnt jedoch davor, dass KI ohne angemessene Regulierung erhebliche Risiken darstellen könnte.
Es gibt eine wachsende Erkenntnis, dass die Automatisierungsfähigkeiten von KI einen tiefgreifenden Einfluss auf die Billionen von Dollar an Vermögenswerten haben könnten, die an SEC-regulierten Märkten gehandelt werden. Während die Vorhersagekraft von KI die Fähigkeit von Unternehmen verbessern kann, ihren Kunden zu dienen, äußert Gensler Bedenken, dass KI auch dazu verwendet werden könnte, Verantwortung abzulehnen, wenn etwas schief geht, was potenziell zu erheblichen Marktrisiken führen könnte.
Genslers langjähriges Interesse an KI
Genslers Beschäftigung mit KI reicht bis ins Jahr 1997 zurück, nach der Niederlage des russischen Schachgroßmeisters Garry Kasparov gegen den Supercomputer Deep Blue von IBM. Sein Interesse an KI vertiefte sich während seiner Zeit als Professor am MIT und gipfelte in der Mitverfassung eines 2020 veröffentlichten Papiers mit dem Titel „Deep Learning and Financial Stability“. In diesem Papier wurden die Risiken untersucht, die Deep Learning für das Finanzsystem darstellen könnte.
Laut Gensler sind bestehende Finanzgesetze nicht ausreichend darauf vorbereitet, die Gefahren, die von Deep-Learning-Algorithmen ausgehen, einzudämmen. Er befürchtet, dass Entwickler KI-Funktionen ohne Einschränkungen erstellen könnten, was möglicherweise zu Verstößen gegen die ethischen Grundsätze eines fairen Marktes führen könnte.
Forderung nach einer robusten KI-Regulierung
Gensler argumentiert, dass die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen unzureichend sind, um die mit KI verbundenen Risiken zu bewältigen. Er betont die potenziellen Schwierigkeiten bei der Koordination von KI-Modellen zwischen großen Handelshäusern, was zu einer erhöhten Marktvolatilität und Instabilität führen könnte. Um dieses Problem zu lösen, hat Gensler einen der ersten regulatorischen Rahmen für KI vorgeschlagen. Er hat Handelshäuser und Vermögensverwalter aufgefordert, zu überprüfen, ob die Verwendung von KI oder vorhersagenden Daten zu Interessenkonflikten führen könnte.
Trotz dieser Hinwendung zu KI bleibt Genslers Fokus auf die Durchsetzung von Vorschriften für Kryptowährungen unerbittlich. Er überwacht weiterhin zahlreiche Klagen gegen große Kryptowährungsunternehmen wie Ripple, Binance und Coinbase. Seine Haltung gegenüber Krypto hat Kritik von führenden Marktexperten wie Tim Draper und Gesetzgebern wie Ritchie Torres hervorgerufen, die argumentieren, dass sie der Branche und der Wirtschaft schadet.
Da sich die Landschaften von KI und Krypto weiterentwickeln, werden alle Augen auf die Maßnahmen und Entscheidungen der SEC gerichtet sein. Es wird interessant sein, diese Entwicklungen zu verfolgen, insbesondere für diejenigen, die Plattformen wie cryptoview.io für ihre Kryptoinvestitionen nutzen.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als rechtliche, steuerliche, investitionsbezogene, finanzielle oder sonstige Beratung verwendet werden.
