Trotz der jüngsten Genehmigung mehrerer Bitcoin-Börsengehandelter Fonds (ETFs) äußerte der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Zentralisierung von Bitcoin. In einem kürzlich geführten Interview argumentierte er, dass die Anwendungsfälle von Bitcoin begrenzt seien und oft mit illegalen Aktivitäten verbunden seien. Überraschenderweise stellte er einen Trend zur Zentralisierung im Laufe der Zeit fest.
Das Paradoxon von Bitcoin-ETFs
Nach der Genehmigung der ETFs fiel der Wert von Bitcoin um 6% auf 43.500 US-Dollar, da sich viele Anleger von der Kryptowährung abwandten. Der Vorsitzende warnte die Anleger vor der hochspekulativen und volatilen Natur von Bitcoin und betonte, dass die SEC die Kryptowährung nicht offiziell genehmigt oder befürwortet.
Er erläuterte seine frühere Aussage zur Genehmigung der ETFs weiter und hob ‚Erpressungstrojaner, Geldwäsche, Sanktionsumgehung und terroristische Finanzierung‘ als einige der angeblichen Anwendungsfälle von Bitcoin hervor. Er äußerte auch Zweifel an der behaupteten Verwendung von Bitcoin als Wertspeicher und Tauschmittel.
Unter Anerkennung des innovativen Potenzials der Blockchain-Technologie als ‚Buchhaltungssystem‘ wies der Vorsitzende auf die Ironie hin, dass die Genehmigung eines ETF für ein angeblich dezentrales System paradox sei. Er argumentierte, dass es ironisch sei, dass ein angeblich dezentrales System nun über ein zentralisiertes börsengehandeltes Produkt zugänglich sei.
Die Debatte um Bitcoin-ETFs
Viele in der Bitcoin-Community stimmen mit den Ansichten des Vorsitzenden zu ETF-Produkten überein und empfehlen, Bitcoin in persönlichen Wallets zu halten, anstatt in einem ETF. Andere argumentieren jedoch, dass ETFs Unternehmen den Zugang zu Bitcoin ermöglichen, die die Coins selbst nicht verwalten können und nur Vermögenswerte in einem ETF oder Wertpapiermantel besitzen können.
Zentralisierung im Bitcoin-Mining
Der Vorsitzende äußerte auch Bedenken hinsichtlich der ‚erheblichen Zentralisierung‘ im Bitcoin-Mining. Laut ihm produzieren einige wenige Mining-Unternehmen einen großen Teil von Bitcoin. Im Gegensatz dazu verfügen andere Währungen über eine ‚gemeinsame Wirtschaft‘, die auf ihnen beruht.
Berichten zufolge kontrollieren nur zwei Bitcoin-Mining-Pools über 50% der Hash-Rate des Netzwerks, was ausreicht, um die Transaktionen des Netzwerks zu verändern, wenn beide Pools bösartig konspirieren. Diese Pools bestehen jedoch aus mehreren Mining-Unternehmen, die jederzeit zu anderen Pools wechseln oder unabhängig minen können.
In einem Versuch, die Mining-Branche zu dezentralisieren, unterstützte der Mitbegründer von Twitter, Jack Dorsey, im letzten Jahr einen neuen nicht verwahrten Mining-Pool.
Da die Diskussion über die Zentralisierung von Bitcoin weitergeht, ist es wichtig, sich über die neuesten Entwicklungen in der Kryptowelt zu informieren. Eine großartige Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, Anwendungen wie cryptoview.io zu verwenden, die umfassende und aktuelle Informationen zu verschiedenen Kryptowährungen bereitstellen.
