Sind die Vorwürfe des „Gaslightings“ durch das Rechtsteam von Gemini gegenüber der Digital Currency Group (DCG) gerechtfertigt? Das ist die Frage, die in der Finanzwelt kursiert. Laut aktuellen rechtlichen Dokumenten, die am 15. September beim United States Bankruptcy Court for the Southern District of New York eingereicht wurden, sind die Anwälte von Gemini der Meinung, dass DCG Genesis-Gläubiger mit „konstruierten, irreführenden und ungenauen Behauptungen“ in ihrem vorgeschlagenen Sanierungsplan in die Irre führt.
Einzelheiten zu den Vorwürfen
Das Rechtsteam von Gemini Trust hat einen von DCG vorgelegten Plan für die Gläubiger von Genesis Global in Frage gestellt. Der am 13. September beim Insolvenzgericht eingereichte Plan besagt, dass ungesicherte Gläubiger mit einer Wiederherstellung von 70-90% ihrer Forderungen rechnen können, wobei ein großer Teil in digitalen Währungen erfolgt. Darüber hinaus könnten Benutzer von Gemini Earn mit einer Wiederherstellung von etwa 95-110% rechnen.
Die Anwälte von Gemini argumentieren jedoch, dass DCGs Vorschlag nichts weiter als ein Versuch ist, die Gemini-Kreditgeber dazu zu verleiten, einen Deal anzunehmen, der es DCG ermöglichen würde, weniger zu zahlen als es angeblich schuldet. Das Rechtsteam forderte DCG auf, die Genesis angebotenen Kreditbedingungen zu verbessern und die Insolvenzverfahren von Genesis nicht als Vorwand für Rechtfertigungen im Sanierungsplan zu nutzen.
Genesis‘ finanzielle Schwierigkeiten
Der rechtliche Streit dreht sich um das Gemini Earn-Programm, das teilweise von Genesis finanziert wurde. Genesis hat im November 2022 Auszahlungen ausgesetzt und dies auf eine „beispiellose Marktturbulenz“ infolge des Zusammenbruchs von FTX zurückgeführt. Das Unternehmen meldete im Januar 2023 Insolvenz an. Gemini erklärte in seinen Gerichtsunterlagen, dass Genesis zum Zeitpunkt der Anmeldung von Chapter 11 über 3,5 Milliarden Dollar an seine 50 wichtigsten Gläubiger schuldete.
Im Mai reichte die Kryptobörse eine Klage ein, um mehr als 1,1 Milliarden Dollar an Vermögenswerten für etwa 232.000 Earn-Benutzer zurückzufordern. Darüber hinaus wurde im Juni eine Klage gegen DCG und CEO Barry Silbert wegen Betrugs eingereicht. Gemini-Mitbegründer Cameron Winklevoss zufolge war Barry direkt in den mutmaßlichen Betrug gegen Gläubiger verwickelt.
Rechtliche Auswirkungen und die Rolle der SEC
Im Januar erhob die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eine Zivilklage gegen Gemini und Genesis, weil sie angeblich durch das Earn-Programm nicht registrierte Wertpapiere verkauft hatten. Die beiden Unternehmen reichten im Mai einen Antrag auf Abweisung des Falls ein, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht entschieden war.
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