Mit dem Ziel, einen Spitzenplatz in der Web3-Landschaft Asiens zu sichern, hat die Wertpapieraufsicht Hongkongs, die Securities and Futures Commission (SFC), zwei Rundschreiben veröffentlicht, um die Tokenisierung digitaler Vermögenswerte zu regeln. Diese Leitlinien richten sich an Intermediäre, die sich mit tokenisierten Wertpapieraktivitäten befassen, und legen die Standards für die Tokenisierung von Anlageprodukten fest, die von der SFC sanktioniert wurden.
Verständnis für tokenisierte Wertpapiere
Die SFC betrachtet tokenisierte Wertpapiere als herkömmliche Wertpapiere mit einer Tokenisierungsschicht. Folglich gelten die gleichen rechtlichen und regulatorischen Bestimmungen, die für traditionelle Wertpapiermärkte gelten, auch für tokenisierte Wertpapiere. Die Aufsichtsbehörde hat klargestellt, dass Angebote von tokenisierten Wertpapieren den Prospektregelungen der Companies Ordinance und den Regelungen für Investitionsangebote der Securities and Futures Ordinance entsprechen müssen.
Darüber hinaus müssen Intermediäre, die Beratungsdienstleistungen für tokenisierte Wertpapiere anbieten, tokenisierte Fonds verwalten und den Handel an sekundären Märkten auf virtuellen Vermögenshandelsplattformen ermöglichen, den bestehenden Verhaltensanforderungen für wertpapierbezogene Aktivitäten entsprechen.
Hongkongs Vorstoß in die Tokenisierung
Die jüngste Direktive der SFC steht im Einklang mit Hongkongs Erkundung der Tokenisierung. In einer wegweisenden Maßnahme gab die Hong Kong Monetary Authority, die als de facto Zentralbank fungiert, im Februar die weltweit erste tokenisierte grüne Anleihe aus und konnte erfolgreich etwa 100 Millionen US-Dollar aufbringen.
Laut dem Rundschreiben müssen Handelsplattformen, die über Lizenzen verfügen, von der SFC genehmigte Entschädigungsvereinbarungen treffen, um sich gegen mögliche Verluste von Sicherheitstoken abzusichern. Zum Beispiel können Betreiber von Kryptowährungshandelsplattformen ihre Umsetzung von Schutzmaßnahmen wie Übertragungsbeschränkungen oder Whitelisting nachweisen, um die Sicherheit von tokenisierten Wertpapieren zu gewährleisten.
Steigendes Interesse an Tokenisierung
In letzter Zeit hat sich die Diskussion um die Tokenisierung erheblich intensiviert, und die SFC hat ein wachsendes Interesse von Finanzinstituten an der Tokenisierung traditioneller Finanzinstrumente im globalen Finanzmarkt festgestellt. Die Aufsichtsbehörde hat erklärt, dass sie verschiedene Vorschläge zur Tokenisierung von von der SFC autorisierten Anlageprodukten prüft, einschließlich solcher, die sich auf das primäre Angebot und den sekundären Handel mit tokenisierten Produkten auf von der SFC lizenzierten virtuellen Vermögenshandelsplattformen beziehen.
Die SFC erkennt die potenziellen Vorteile der Tokenisierung für die Finanzmärkte an, wie zum Beispiel verbesserte Effizienz, Transparenz, verkürzte Abwicklungszeit und Kosteneinsparungen für das traditionelle Finanzwesen. Sie ist sich jedoch auch der neuen Risiken bewusst, die diese Technologie mit sich bringen könnte.
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