Was wäre, wenn der Markt die Möglichkeit gehabt hätte, LBRYs Schicksal zu bestimmen? Dies ist eine Frage, die im Zusammenhang mit der Enforcement Action der United States Securities and Exchange Commission (SEC) gegen das Blockchain-Unternehmen LBRY aufgetaucht ist. Hester Peirce, eine SEC-Kommissarin, äußerte ihre Missbilligung über die Klage der Aufsichtsbehörde und zeigte sich besorgt über den Verlauf der Ereignisse.
SECs Enforcement Action gegen LBRY
Die SEC hat im März 2021 eine Enforcement Action gegen LBRY eingeleitet. Im November 2022 entschied ein Richter zugunsten der SEC und erklärte LBRYs LBC-Token als Wertpapier. LBRY legte Berufung gegen dieses Urteil ein, kündigte jedoch im Oktober Pläne zur Abwicklung an, belastet von erheblichen Schulden aus Rechtskosten. Peirce fand dieses Szenario beunruhigend und kritisierte den „durchsetzungsorientierten Ansatz der SEC im Kryptobereich.“
Die Kontroverse um die Klage
Nach Ansicht von Peirce war der Fall der SEC gegen LBRY verwirrend, insbesondere angesichts des Mangels an Betrugsnachweisen und der konservativen Haltung von LBRY zu digitalen Vermögenswerten. Sie argumentierte, dass es für LBRY keinen klaren Weg gab, sich bei der Aufsichtsbehörde zu registrieren, und dass eine solche Registrierung möglicherweise nicht besonders vorteilhaft gewesen wäre. Peirce kritisierte nachdrücklich den aggressiven Standpunkt der SEC und erklärte: „Die Kommission hat in diesem Fall einen äußerst harten Kurs eingeschlagen.“
Sie stellte auch die Verhältnismäßigkeit der von der SEC geforderten Maßnahmen in Frage, zu denen finanzielle Wiedergutmachungen in Höhe von 44 Millionen US-Dollar und die Forderung gehörten, dass LBRY alle Tokens in ihrem Besitz verbrennt, was laut Peirce keine ausreichende Gewähr gegen zukünftige Verstöße bei der Registrierung bietet. Peirce war der Meinung, dass diese Maßnahmen in keiner Relation zu dem verursachten Schaden stehen.
Die Auswirkungen der Enforcement Action
Peirce äußerte Bedenken über die Ressourcen, die für diesen Fall aufgewendet wurden, und schlug vor, dass sie besser genutzt hätten werden können, um einen praktischen regulatorischen Rahmen zu schaffen, dem Unternehmen wie LBRY folgen könnten. Sie erklärte: „Dann hätte der Markt über LBRYs Schicksal entscheiden können.“
Die Kommissarin argumentierte, dass die Maßnahmen der SEC eine Gruppe von Unternehmern dazu zwangen, ihr Projekt aufzugeben, und warnte davor, dass solch unverhältnismäßige Reaktionen Einzelpersonen davon abhalten könnten, die Blockchain-Technologie zu erkunden. Diese Perspektive „Der Markt hat entschieden“ hat in der Kryptogemeinschaft eine umfangreiche Debatte ausgelöst.
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